Andreas Nölkenbockhoff lebt für das Ehrenamt

Von Claudia Hurek

Herbern. Es gibt viele Synonyme, die auf ihn zutreffen: Tausendsassa, Hansdampf in allen Gassen, Multitalent – und noch viele mehr. Andreas Nölkenbockhoff ist ein echtes Vorbild, wenn es um ehrenamtliches Engagement geht. Seit 1994 ist er aktiv und hat in dieser Zeit eine beeindruckende Vielfalt an Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten übernommen. Für seinen außergewöhnlichen Einsatz wurde er im September dieses Jahres mit dem Bürgerpreis der Gemeinde Ascheberg ausgezeichnet.

Alle zwei Jahre verleiht die Gemeindeverwaltung diesen Preis an besonders verdiente Ehrenamtliche. Aus zahlreichen Vorschlägen wählt eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der Politik drei Preisträger aus. Neben Andreas gehören in diesem Jahr auch die Davensbergerin Olivia Brandt sowie der Ascheberger Tonius Weiß zu den Geehrten.

Sein ehrenamtlicher Weg begann 1994 im Wochenendzeltlager auf dem Hof Pentrup. „Unser damaliger Pastor Kruse meinte, dass die Jugendarbeit genau der richtige Platz für mich sei“, erinnert sich Andreas. Und er sollte recht behalten: Bereits ein Jahr später gehörte er zum Leitungsteam, dem er bis heute angehört. Ab 1995 war er zudem Betreuer im großen Ferienlager für Kinder. Mit nur einer kurzen Unterbrechung engagierte er sich dort bis 2017. „Dann haben wir passende Nachfolger gefunden, die das richtig gut machen“, sagt er rückblickend.

Von 2005 bis 2017 war Andreas in drei Wahlperioden Mitglied des Pfarreirats und dort insbesondere in der Jugendarbeit aktiv. Darüber hinaus engagierte er sich als Ersthelfer beim Deutschen Roten Kreuz, unter anderem beim Autocross in Herbern oder bei Reitturnieren. Seit vielen Jahren ist er Mitglied im Bürgerschützenverein, war dort Teil des inneren Vorstands und gehörte 1997 zu den Gründungsmitgliedern der Tippelbrüder. Unter anderem kümmerte er sich um die Pflege der Anlage rund um das Ehrenmal.

Seit 1998 ist Andreas zudem Teil des Bühnenbauteams der Laienspielschar – dort gilt er als echtes „Mädchen für alles“. Viele Vereine wissen seine tatkräftige Unterstützung sehr zu schätzen. Bei Veranstaltungen wie dem Weihnachtsbasar ist er für die kfd und die Landfrauen ein unverzichtbarer Helfer. Außerdem ist er Ehrenmitglied des Spielmannszugs der Kolpingsfamilie – obwohl er nie ein Instrument gespielt hat. Als Fördermitglied unterstützt er darüber hinaus die Freiwillige Feuerwehr, die DLRG sowie den Reitverein von Nagel. Auf die Frage nach seinen Hobbys antwortet er lachend: „Dafür habe ich keine Zeit.“

Trotz seines enormen Engagements findet Andreas immer wieder Zeit für persönliche Auszeiten, etwa für Reisen mit seinem besten Freund Martin nach Timmendorf oder Besuche bei ihm in der Schweiz. Dass er eine gute Balance zwischen Ehrenamt und Privatleben findet, ist ihm wichtig. Seine Aussage, keine Zeit für Hobbys zu haben, unterstreicht dennoch seine große Verbundenheit zur Gemeinschaft. „Im vergangenen Jahr waren wir eine Woche mit einem Kreuzfahrtschiff unterwegs – das waren mir schon zwei Tage zu viel“, sagt er schmunzelnd.

Auch seine Pläne für den Ruhestand zeugen von seinem ungebrochenen Engagement: Andreas möchte Mitglied im Heimatverein werden und sich dort aktiv einbringen. Damit ist klar, dass sein Einsatz für die Gemeinschaft auch nach dem Berufsleben nicht enden wird. Andreas Nölkenbockhoff ist ein echtes Multitalent, dessen Energie und Tatkraft das Leben in seiner Gemeinde nachhaltig bereichern.

Ein echtes Multitalent im Ehrenamt: Andreas Nölkenbockhoff engagiert sich seit über 30 Jahren für das Gemeindeleben.

© Claudia Hurek