Darum will die Volksbank Ascheberg-Herbern mit der Sendener Volksbank fusionieren

Ascheberg. Die Volksbank Ascheberg- Herbern eG und die Volksbank Senden eG wollen fusionieren. Die Abstimmungen erfolgen in den Vertreterversammlungen im ersten Halbjahr 2026. Die Fusion würde dann rückwirkend zum 1. Januar 2026 vollzogen. Dass bereits viele Gespräche der Vorstände stattgefunden haben, bestätigten Christiane Reher und Oliver Heike vom Vorstand der Volksbank Ascheberg Herbern eG am Montag in einem Gespräch. Reher betonte, dass Zahlen, Profil und unternehmerische Philosophie der Partner passen und auch menschlich die Chemie stimmt: „Es ist eine Art Match.“

Durch die Zusammenarbeit teilt man sich Aufwand und Kosten auf den Gebieten Revision, Qualitätssicherung und Organisation. Niedrigzinsen, sinkenden Margen, steigende Kosten und Regulatorik sowie wachsende Ansprüche als digitaler Finanzdienstleister „erfordern für die Zukunft neue kostenmindernde und dennoch leistungsfähige Konzepte“, informieren Vorstand und Aufsichtsrat am Montagvormittag.

Mit einer Fusion als „wichtigen Zukunftsschritt wollen beide Häuser ihre Leistungsfähigkeit zur Förderung ihrer Mitglieder und Kunden erhöhen und zugleich die kreditgenossenschaftlichen Kräfte im vitalen Wirtschafts- und Lebensraum bündeln“, so die Bank.

„Wir sind eine Dorfbank und wollen auch eine Dorfbank bleiben“, betont Oliver Heike. Kundennähe ist bei allen das A und O. Ändern wird sich für die Kunden die Bankleitzahl und die IBAN Nummer, dieses gilt allerdings nur für die Kunden aus Ascheberg, da die Volksbank Senden die übernehmende Bank ist. Die Mitarbeiter sollten sich ebenfalls keine Sorgen machen. „Früher hat man Fusionen gemacht, um sich vom Personal zu trennen. Heute ist der Schritt die Chance, Personal zu gewinnen oder zu halten. Das ist uns das Allerwichtigste, dass wir auf diesem Weg niemanden verlieren“, so Christiane Reher.

Ascheberg und Senden bündeln ihre Kräfte und liegen mit einer Bilanzsumme von 640 Millionen Euro, 10.600 Mitgliedern, etwa doppelt so vielen Kunden und 90 Mitarbeitenden auf der Rangliste der genossenschaftlichen Gruppe im Mittelfeld. Eine Liga, die es erleichtert, Personal zu akquirieren und Aufstiegschancen zu bieten.

Dass nicht wirtschaftliche Not, sondern die Zukunftsfähigkeit der Antrieb der Fusion ist, stellte Oliver Heike, Vorstand in Ascheberg, heraus: „Beide Banken sind wirtschaftlich total gesund.“ Die Mitglieder werde man „über alle weiteren Entwicklungen und Planungsvorhaben auf dem Laufenden halten“. Das letzte Wort haben die Mitglieder, die dieser Marschroute in der Mitgliederversammlung 2024 noch zustimmen müssen. 

Sie wollen in 2026 gemeinsam mit der Volksbank Ascheberg-Herbern eG und Volksbank Senden eG fusionieren. Von links: Aufsichtsratsvorsitzender Volksbank Senden eG: Heinrich Schulze Icking, Aufsichtsratsvorsitzende Volksbank Ascheberg-Herbern eG: Gudula Maurer, Vorstand VB Ascheberg: Christiane Reher, Oliver Heike, Vorstand VB Senden: Reinhard Böcker, Jörg Rottmann.

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