Das perfekte Wochenende des SV Herbern

Herbern. Es gibt Wochenenden, die schreibt man nicht nur in die Vereinschronik, sondern auch in die Herzen der Menschen. Genau so ein Wochenende hat der SV Herbern erlebt.

Drei Pokalsiege der Alten Herren am Samstag, dazu der Klassenerhalt der ersten Mannschaft in der Bezirksliga und der Ligaverbleib der U23 in der Kreisliga A am Sonntag – sportlich hätte es kaum besser laufen können. Doch noch beeindruckender als die Erfolge war das, was rund um die Mannschaften zu sehen war: Zusammenhalt, Unterstützung und echtes Vereinsleben.

Mehr als 200 Herberner begleiteten die Alten Herren zu den Pokalendspielen nach Südkirchen. Einen Tag später machten sich zahlreiche Fans auf den Weg nach Mastholte und Nienberge, um die Seniorenmannschaften im Kampf um den Klassenerhalt zu unterstützen.

„Die Euphorie bei den Alten Herren war einmalig“, sagte das SVH-Ehrenmitglied Werner Heitmann. „So etwas habe ich vorher noch nie erlebt. Für mich persönlich wäre ein Abstieg der ersten Mannschaft eine Katastrophe gewesen. Umso glücklicher bin ich, dass am Sonntag alles noch einmal gut gegangen ist.“

Auch der erste Vorsitzende Jürgen Steffen zeigte sich begeistert: „Mehr geht einfach nicht. Die gelbe Wand stand hinter den Mannschaften. Wenn es darauf ankommt, halten wir zusammen. Das hat dieses Wochenende eindrucksvoll gezeigt.“

Besonders bewegt war Alfons Sennekamp. Seit 15 Jahren hatte er kein Auswärtsspiel mehr besucht. Für dieses Wochenende machte er eine Ausnahme. „Ich bin oft jemand, der meckert, wenn es nicht läuft. Aber nach diesem Wochenende muss ich wirklich sagen, dass ich wieder stolz bin, Teil der SVH- Familie zu sein.“

Für Klaus Feldkemper war vor allem die Unterstützung der Fans bemerkenswert: „Wir waren der zwölfte Mann. Drei Pokale, die Siege der ersten und zweiten Mannschaft, das hat einfach Spaß gemacht. Der Zusammenhalt war außergewöhnlich.“

Auch die Spieler spürten die Unterstützung. Daniel Krüger aus der ersten Mannschaft sprach von einer enormen Erleichterung nach dem gesicherten Klassenerhalt. „Die letzten Wochen waren sehr anstrengend. Dass so viele Anhänger des Vereins für uns nach Mastholte gekommen sind, macht etwas mit der Mannschaft. Die Strahlkraft des SV Herbern war wieder da.“

Daniel Heitmann verabschiedete sich nach sieben Jahren als Trainer der zweiten Mannschaft mit dem Klassenerhalt.

„Ich hätte die Spannung so nicht gebraucht und bin wirklich erleichtert, dass wir den Abstieg verhindert haben. Für mich persönlich ist das ein schöner Abschluss.“

Auch Maria Aschoff freute sich über das außergewöhnliche Wochenende: „Die Triple-Sieger und der Verbleib der ersten und zweiten Mannschaft in ihren Klassen – das war einfach großartig.“

Trotz aller Freude richtet sich der Blick bereits nach vorne. Die Saison wird aufgearbeitet, die Trainerfrage geklärt und die Weichen für die Zukunft gestellt.

Florian Goßheger sagt: „Das war wahrscheinlich das beste Wochenende des SV Herbern. Jetzt müssen wir die richtigen Schlüsse ziehen und nach vorne schauen.“

Bernd Krampe brachte die Stimmung schließlich auf den Punkt: „Das hätte selbst der kühnste Optimist nicht erwartet. So viele Unterstützer, so viel Zusammenhalt. An diesem Wochenende war Herbern wieder ein echtes Fußballdorf.“

Die Pokale werden ihren Platz in den Vitrinen finden. Die Klassenerhalte werden in den Statistiken stehen. Doch was von diesem Wochenende bleibt, ist vor allem das Gefühl, dass der SV Herbern wieder gezeigt hat, was ihn seit Generationen ausmacht: Zusammenhalt, Leidenschaft und eine Gemeinschaft, die zusammensteht, wenn es darauf ankommt.

Die gelbe Wand, der 12. Mann. Am Wochenende war Herbern wieder Fußballdorf.

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