Silke Bußmann ist Herberns Kerzenmacherin
Mit ruhiger Hand schneidet Silke Bußmann um die Vorlage des geschwungenen Kreuzes herum, das auf der roten Wachsplatte liegt. Ein paar geübte Griffe, dann ist das neue Kreuz fertig. Dieses wird dann gekonnt auf die österliche Kerze gedrückt. Seit mehr als 22 Jahren ist Silke Bußmann die „Kerzenmacherin“ der Pfarrei St. Lambertus.
„Die erste Kerze habe ich Ostern 2002 gestaltet, zunächst für St. Benedikt und die evangelische Gemeinde. Nach der Fusion sind es vier Kerzen, denn St. Lambertus und St. Anna sind dazu gekommen.Drei Motive stehen jedes Jahr zur Auswahl. Als Impuls für die Gestaltung der Kerzen nehme ich das jeweilige Motto der Kommunionkinder. Natürlich steht die Osterbotschaft im Vordergrund“, betont Bußmann. Die Fertigstellung einer Kerze dauert je nach Motiv durchschnittlich fünf Stunden.
Die Abläufe haben sich über die Jahre eingespielt. Die Kerzen dürfen nicht zu kalt sein, die Buchstaben, Zahlen und das Kreuz aus Wachs hingegen nicht zu warm. Stimmen die Temperaturen nicht, fallen die Zeichen womöglich wieder ab. Und so sitzt die Kerzenbastlerin bei 23 Grad Zimmertemperatur quasi im T-Shirt bei der Arbeit, während die Wachsplatten im Kühlschrank lagern.
Zu bewundern sind die Kerzen in Herbern, Ascheberg und Davensberg.