Ein Dutzend neue Kettensägen-Führerscheine wurden am Samstag vom Siedlerbund Benedikt Herbern ausgegeben

Herbern. Einmal kurz den Starter anreißen, dann läuft der Motor der Kettensäge. Oder auch nicht: Denn bevor sich jemand mit dem benzinbetriebenen Gerät an die Arbeit machen darf, sollte zunächst einmal der dazugehörige Nachweis erbracht sein. Die Siedlergemeinschaft Benedikt Herbern hat wieder eine Ausbildung zum Kettensägen-Führerschein angeboten. An zwei Samstagen sorgten die Ausbilder mit Lothar Sendermann und Roland Wiehoff dafür, dass ein Dutzend Teilnehmer am Ende das Zertifikat in den Händen halten durften.

Seit etlichen Jahren bietet die Siedlergemeinschaft den Kettensägen-Kursus an und es wird immer gut angenommen“, sagte Acki Trittschack als stellvertretender Vorsitzender der Gemeinschaft und als Organisator und Ausbilder.

Nachdem die Kursteilnehmer im Theorieteil die sicherheitstechnischen Einrichtungen an der Motorsäge und Gefahren bei der Brennholzwerbung besprochen hatten, ging es anschließend in Absprache mit dem Besitzer in ein privates Waldstück um die Theorie auch in der Praxis umzusetzen. „Wie jeder Waldarbeiter brauchen auch die Kursteilnehmer die richtige Kleidung im Wald. Hierzu gehören ein Schutzhelm mit Gesichts- und Gehörschutz sowie schnittfeste Schuhe, Hose und Handschuhe. "Alles sollte möglichst in Signalfarben sein“, erläutern die Ausbilder.

Das richtige Schlagen der Bäume beginnt dabei schon im Vorfeld: Die sogenannte Baum-Ansprache, bei der der Baum auf Größe und Schwerpunkt geschätzt und eine Fallrichtung ermittelt wird, wird vorgenommen. Ist die Richtung ermittelt, wird eine tiefe Kerbe in den Stamm geschlagen, drumherum eine „Soll-Bruchstelle“ mit der Motorsäge geschnitten.


Auf ein lautes Knacken folgt ein kurzes, schrilles Quietschen, dann raschelt es immer heftiger, bis ein dumpfer Schlag zu hören ist. Der Stamm und die nicht abgeknickten Äste wippen nach dem Aufschlag des Baums kurz nach. Und vorübergehend herrscht wieder Ruhe. Alle Bäume haben in diesem Kurs den richtigen Aufschlagpunkt erreicht, berichtet Trittschack. Abschließend erhielten alle Kursteilnehmer ihr Zertifikat, das sie zur Nutzung der Motorsäge am liegenden Holz in öffentlichen Forsten berechtigt. Omar Gazarin aus Ascheberg wurde als Lehrgangsbester ausgezeichnet.

Ein Dutzend Teilnehmer haben den Kettensägenführerschein des Siedlerbundes Benedikt Herbern in diesem Jahr erfolgreich absolviert.

© Trittschack