Ein Palmengarten in der Bergstraße erfreut nicht nur die Besitzer

Palmen? Da denkt man an Kokos- oder Dattelpalmen, die sich auf einer tropischen Insel in der warmen Brise wiegen. Doch es geht auch anders: Petra Deiters kultiviert ihre Hanfpalmen auf der Terrasse an der heimischen Bergstraße. Da bleiben die Spaziergänger schon mal stehen und bewundern das kleine Stück Urlaubsflair in Herbern.


Alles begann im Jugoslawien-Urlaub vor 48 Jahren. „Dort gab es so einen tollen Palmengarten. Ich durfte mir einen Ableger mit nach Hause nehmen“, erzählt Deiters. Drei Jahre lang wurde dieser im heimischen Wohnzimmer gehegt und gepflegt, allerdings war die kleine Hanfpalme nur 30 cm groß. Petra Deiters stellte die Pflanze nach draußen und von da an explodierte sie förmlich. Die Liebe zu den Exoten wurde noch größer. Aus jedem Urlaub wurden verschiedenste Ableger von weiteren Palmen-, Feigen- oder Olivenbäumen mitgebracht und die Hobbygärtnerin zog diese dann auf.
Ihre Kenntnisse darüber, welche Palme welche Pflege braucht, stammen hauptsächlich aus dem Internet. „Ich habe mir das nötige Wissen angelesen und dann experimentiert“, verrät Petra Deiters. Alle drei bis vier Jahre werden die Pflanzen umgetopft und die Wurzeln gekappt, denn sonst werden die Pflanzen zu groß. Auch auf die richtigen Töpfe sollte man achten. Dunkle Töpfe werden in der Sonne schnell heiß, das ist nicht gut für die Pflanze und die Wurzeln. Terrakottatöpfe sind hier perfekt.


Dass Palmen allgemein viel Wärme brauchen und sich deshalb für unsere Breiten generell nicht eignen, stimmt so allerdings nicht: „Viele Palmen vertragen Minusgrade, allerdings darf kein Wasser oder Frost von oben in den Stamm, das Herz der Pflanze, eindringen. "Dann ist keine Rettung mehr möglich“, weiß die Palmen-Expertin aus eigener Erfahrung. Eine Palme ist ihr so schon einmal kaputt gegangen. Ihr erster Zögling, die Hanfpalme aus Jugoslawien ist mittlerweile über zwei Meter groß.
Bevor jetzt bald der erste Frost kommt, werden ihre Pflanzen winterfest gemacht. Kokosmatten schützen ihre Zöglinge dann, bevor man im nächsten Frühjahr wieder das Palmen-Rauschen hört.

Ein Dutzend Palmen sorgen für das richtige Urlaubsflair auf der Terasse von Petra Deiters und Andreas Fabritius.

© Schütte

Egal ob Feigen-, Oliven- oder Hanfpalme. Auf 25 Quadratmeter sind hier einige Exoten anzutreffen.

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Ihr Wissen über Palmen hat sich Petra Deiters selbst oder durch Informationen im Internet angeeignet.

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Diese Palme wird im nächsten Jahr umgetopft. Man sieht, wie die Wurzeln hochschießen. "25-30 Zentimeter werden diese gekappt, sonst wachsen die Pflanzen nicht mehr so schön", sagt Deiters.

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