Grundstein für neues Feuerwehrgerätehaus in Herbern gelegt

Löschzugführer Carsten Gausepohl, Bürgermeister Thomas Stohldreier und Wehrführer Rainer Koch haben die Zeitkapsel bei der Grundsteinlegung "befüllt".

© Schütte

Es ist schon etwas ungewöhnlich: Obwohl das neue Feuerwehrgerätehaus an der Lindenstraße in Herbern noch gar nicht fertiggestellt ist, denkt man bereits über den Abriss des Gebäudes nach. Allerdings nicht jetzt, sondern in ferner Zukunft. Denn im Rahmen der Grundsteinlegung am Donnerstagnachmittag wurde eine Zeitkapsel vom Gemeindeoberhaupt Thomas Stohldreier mit großem Einsatz eingemauert.

Diese soll bei einem Abriss des Gebäudes in ferner Zukunft wichtige Informationen über das Jahr 2024 mitliefern. Löschzugführer Carsten Gausepohl, Bürgermeister Thomas Stohldreier und Wehrführer Rainer Koch befüllten den Edelstahlzylinder mit den Bauplänen des neuen Feuerwehrgerätehauses, aktuellen Euromünzen, einer Zeitung vom Tag der Grundsteinlegung, Drohnenbilder und einen USB-Stick mit einem Video-Clip vom aktuellen Bauabschnitt. „Die Zeitkapsel ist eine schöne Aktion, um gelebte Geschichte aufzuzeichnen und für die Nachwelt festzuhalten“, sagte Stohldreier.

Neben Gästen aus der Politik, der Feuerwehr, Verwaltung, Nachbarschaft, interessierten Bürgern begrüßten Stohldreier und Gausepohl auch Ehrengast Franz Schlüchter, der sich gemeinsam mit Ehefrau Adelheid das Spektakel anschaute.

Die Beteiligten waren sich einig, dass die Grundsteinlegung nach dem Spatenstich ein weiteres und wichtiges Etappenziel beim Bau des neuen Gerätehauses ist. Im neuen Gebäude mit einer Grundfläche von rund 1332 Quadratmetern wird Raum geschaffen für neue Fahrzeughallen, Umkleiden und Sanitäranlagen, für Schulungs- und Besprechungsräume für die Aktiven und die Jugendfeuerwehr. Auch ein Besprechungsraum für die Nachbereitung belastender Einsätze der ehrenamtlichen Feuerwehrleute stehe dann zur Verfügung. Der Komplex wird den neuesten (feuerwehr-)technischen Standards sowie den energetisch-nachhaltigen Anforderungen entsprechen.

Die Fertigstellung soll Ende 2025 erfolgen. Die Baukosten betragen voraussichtlich 6,6 Millionen Euro. Löschzugführer Gausepohl würdigte abschließend nochmal den Kameraden, die unzählige Stunden in die komplexe Planung des Gebäudes gesteckt hatte. “Das ist nicht selbstverständlich.“ 

Fotostrecke Grundsteinlegung: https://photos.app.goo.gl/9DrSEuqTfNZ4jTGK7