Hausgeister machen gute Laune
Steinmetz Andreas Fabritius geht seit nunmehr fünf Jahren einer neuen Leidenschaft nach, dabei gibt er Steinen als sogenannten “guten Hausgeistern“ ein Gesicht.
Wie kommt man auf so eine Idee ? „Indem man einen Stein in der Hand hält, der die Form eines Kopfes hat. Da habe ich dann eine Nase und Augen in den Stein gemeißelt.", erklärt Fabritius. Mit diesem Versuch sind die Hausgeister nach Herbern gekommen. Ob rund, eckig oder gar ein Steinbeißer, jeder Stein hat sein eigenes „ich“.
Die stummen Gäste sind so unterschiedlich wie wir Menschen. Es gibt sie in groß oder klein, mit oder ohne Haare. Mit Kopfhörern, Knopfaugen, Wimpern, Krönchen, Hüten. „Es gibt hier keine Bestellungen, denn ich habe meine eigenen Vorstellungen, wenn ich den Stein bearbeite. Bisher hatte ich auch noch nie Beschwerden. Entweder es passt oder eben nicht.“
„Das ist ein nettes Mitbringsel und immer ein absolutes Unikat“, betont Fabritius. In seinem Wohnzimmerfenster stehen einige Exemplare zum Verkauf, ein Schild weist Interessenten auf seine guten Hausgeister hin.
Auf dem Hof des Steinmetzes, wo er einige seiner Stücke dekoriert hat blickt man in verschmitzte, freche aber irgendwie interessante Steingesichter. „Sie bringen Glück- das kann man immer gebrauchen“, stellt Andreas Fabritius fest. Für die Arbeiten wird zunächst der Stein ausgesucht und dann lässt der Herberner seiner Phantasie freien Lauf. Ob der Geist lächelt, Zähne zeigt oder einen Kussmund hat wird dann vom Künstler selbst entschieden und umgesetzt. Eins hat er aber festgestellt. „Die Leute möchten immer häufiger lächelnde Figuren. Brummig ist out.“
Nicht nur Hausgeister produziert Fabritius, auch kleine Fische oder Vögel als Deko meißelt der Steinmetz aus Steinen mit viel Liebe zum Detail.
Die Hausgeister sind so unterschiedlich wie die Menschen. Ob klein oder groß, mit Brille, Krönchen oder Kopfhörern. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.