Hegeringleiter Stefan Grünert in seinem Amt bei Hegeringversammlung einstimmig wiedergewählt
Herbern. Eine durchweg positive Hegeringsversammlung erlebten die Mitglieder des Hegerings Herbern am Freitagabend. Viele Beispiele zeigen, wie wichtig ihre Arbeit ist. Stefan Grünert wurde nach 23 Jahren in seinem Amt als Hegeringsleiter einstimmig wiedergewählt.
Herbern. "Waidmannsheil. Das Verhältnis zwischen der örtlichen Jägerschaft und Bevölkerung ist als ausgesprochen gut zu bezeichnen. Ein gutes Verhältnis zeigt, von vernünftiger Jagdausbildung und gutem Umgang mit allen Naturnutzern", sagte Stefan Grünert zur Begrüßung. Mit annähernd 70 Mitgliedern war die Versammlung in den Räumlichkeiten des Wolfsjägers sehr gut besucht.
Neben den Mitgliedern konnte Hegeringleiter Stefan Grünert Bürgermeister Thomas Stohldreier, den stellvertretenden Vorsitzenden der Kreisjägerschaft Coesfeld, Franz-Josef Schulze Thier und Geschäftsführer/ Hegeringsleiter Lüdinghausen Stephan Niesert, den Vorsitzenden der Jagdgenossenschaften Andreas Herb Forsthövel, den Vorsitzenden des landwirtschaftlichen Ortsvereins Gerhard Reimann , sowie den Referenten des Abends Pfarrer Uwe Rimbach willkommen heißen.
Mit dem Signal "Begrüßung" wurde die Versammlung traditionsgemäß durch die Jagdhornbläser eröffnet. Nachdem Bürgermeister Thomas Stohldreier neues aus dem Rathaus vortrug übernahm Stefan Grünert das Wort.
Die Jäger und Jägerinnen schauen auf ein abwechslungsreiches Jahr zurück. Das Sorgenkind beim Niederwild ist der Hase. Die Kaninchenpest (Myxomatose) - die zunehmend auch Feldhasen betrifft - breitet sich rasant weiter aus. „Bisher sind wir in Herbern noch weitgehend verschont geblieben“, sagte der Hegeringsleiter. Auch bei den Fasanen und Füchsen gibt es keine nennenswerte Erholung bei den Beständen. Anders hingegen sieht es bei den Gänsen, Waschbären und Nutrias aus. Hier geht die Kurve steil nach oben.
Jagdgenossen und Jäger sind gesetzlich beauftragt, einen angepassten, artenreichen und gesunden Wildbestand zu erhalten sowie zur Pflege und zur Sicherung ihrer Lebensgrundlagen beizutragen. Grünert betonte, dass die dem Jagdrecht unterliegenden Tierarten einen höheren Schutz als Arten genießen, die allein dem Naturschutzrecht unterstehen.
Nach der Entlastung des Vorstandes standen Wahlen auf der Agenda. Einstimmig wiedergewählt wurde Hegeringsleiter Stefan Grünert, der seit nunmehr 23 Jahren dem Verein vorsteht. Als Kassenprüfer schied Paul Wember turnusgemäß aus. Hier wählten die Mitglied Simon Goerdt. Christina Hügemann schied als Obfrau für das Hundewesen auf eigenem Wunsch aus. Hendrik Schulze Kersting wurde als Nachfolger benannt.
Mitgliederehrungen für treue Vereinsmitglieder gab es für Heinrich Brochtrup (65 Jahre), Heiner Hammwöhner (50 Jahre) und Benedikt Selhorst (25 Jahre). Für besondere Verdienste gab es eine Auszeichnung für Daniel Krampe als Obmann für Schießwesen und für seinen unermüdlichen Einsatz innerhalb der Vereinsreihen.
Nach dem offiziellen Teil der Hegeringversammlung gab Pfarrer Uwe Rimbach einen Vortrag über Ethik und Jagd.
Foto von links: Markus Freise (Geschäftsführer), Daniel Krampe, Christopher Spahn (stellv. Vorsitzender), Hegeringsleiter Stefan Grünert, Heinrich Brochtrup, Bürgermeister Thomas Stohldreier, Benedikt Selhorst, Franz-Josef Schulze Thier (Vorsitzender und Geschäftsführer der Kreisjägerschaft Coesfeld)