Katholische Kindertagesstätte St. Hildegardis reduziert vorübergehend Gruppenanzahl
Herbern. Die katholische Kindertagesstätte St. Hildegardis an der Bodelschwinghstraße 8 wird ab dem 1. August 2026 vorübergehend eine ihrer fünf Gruppen schließen. Grund dafür sind sinkende Kinderzahlen. In Abstimmung mit dem Kreisjugendamt Coesfeld und der Gemeinde Ascheberg wird die Zahl der betreuten Kinder von derzeit 90 auf 75 reduziert.
Die Schließung der fünften Gruppe ist nicht dauerhaft geplant. Sollte der Bedarf in den kommenden Jahren wieder steigen, kann die Gruppe jederzeit wieder geöffnet werden. Die dafür vorgesehenen Räume bleiben vollständig erhalten.
Bei einem Pressegespräch am Dienstag (10. Februar) in der katholischen Kindertagesstätte St. Hildegardis an der Bodelschwinghstraße 8 erläuterten Verbundleiterin Sandra Schulz, Kita-Leiterin Marion Treimer und Helmut Sunderhaus, Fachbereichsleiter Ordnung, Bildung und Mobilität der Gemeinde Ascheberg, die Gründe für diese Entscheidung.
„Für die Eltern gibt es eine klare Entwarnung“, betont Verbundleiterin Sandra Schulz. „Alle Neuanmeldungen für den Sommer 2026 werden wie geplant aufgenommen und betreut.“ Für die Familien entstehen dadurch keine Nachteile. Auch betriebsbedingte Kündigungen sind nicht vorgesehen. Das gesamte pädagogische Team bleibt in der Einrichtung, sodass die Betreuung weiterhin verlässlich gewährleistet ist.
Die Einteilung der Gruppen bleibt weiterhin an den gesetzlichen Vorgaben orientiert. Im kommenden Kita-Jahr wird es eine Gruppe für Kinder unter drei Jahren mit zehn Plätzen sowie drei weitere Gruppen mit jeweils 20 Kindern geben. In einzelnen Fällen kann es vorübergehend zu einer höheren Belegung kommen, dies erfolgt jedoch stets in enger Abstimmung mit dem Kreisjugendamt Coesfeld.
Neben den Geburtenzahlen beeinflusst auch das Anmelde- und Betreuungsverhalten der Familien die Belegung. Manche Kinder starten später in der Kita, andere werden länger zu Hause betreut oder wechseln in die Tagespflege. Zudem sorgen veränderte Buchungszeiten, etwa im Zusammenhang mit dem Nachweis für eine 45-Stunden-Betreuung, insgesamt für etwas mehr Spielraum bei der Planung.
Helmut Sunderhaus verwies zudem auf die langfristige Entwicklung in der Gemeinde. In den vergangenen Jahren seien immer wieder neue Kindertagesstätten gebaut worden, da die vorhandenen Plätze nicht ausgereicht hätten. Dieser Höhepunkt sei nun erreicht. In den nächsten Jahren werde es zunächst geburtenschwächere Jahrgänge geben. Gleichzeitig müsse die Situation jedoch jedes Jahr neu betrachtet werden, da neue Baugebiete und Zuzug weiterhin Einfluss auf den Bedarf hätten.
Die notwendigen organisatorischen Anpassungen werden derzeit im pädagogischen Team sorgfältig vorbereitet. Dabei steht weiterhin das Wohl der Kinder im Mittelpunkt.
Helmut Sunderhaus, Fachbereichsleiter Ordnung, Bildung und Mobilität der Gemeinde Ascheberg, Verbundleiterin Sandra Schulz (Mitte), Kita-Leiterin Marion Treimer erklärten die Gründe für die Entscheidung.