Längerer Stromausfall: So ist die Gemeinde Ascheberg vorbereitet
Herbern/Ascheberg. In den vergangenen Wochen ist es in Herbern aus unterschiedlichen Gründen wiederholt zu Stromausfällen gekommen. Die Unterbrechungen dauerten zwar jeweils nur kurze Zeit, dennoch stellen sich viele Bürgerinnen und Bürger die Frage: Was passiert, wenn der Strom nicht nur für einige Minuten oder Stunden, sondern länger als 24 Stunden ausfällt?
Diese Frage haben wir der Pressesprecherin der Gemeinde Ascheberg, Stefanie Krampe, gestellt.
Nach Angaben der Gemeindeverwaltung ist Ascheberg auf einen länger andauernden Stromausfall vorbereitet. Für zahlreiche Bereiche der kommunalen Infrastruktur wurden Notfallkonzepte entwickelt. Dazu gehören unter anderem die Kläranlage und die Pumpwerke, die mithilfe stationärer und mobiler Notstromaggregate auch bei einem längeren Stromausfall weiter betrieben werden können.
Die Gemeinde weist jedoch darauf hin, dass ein kommunaler Krisenfall nach den bestehenden Planungen erst dann angenommen wird, wenn die Stromversorgung mindestens 72 Stunden unterbrochen ist. Ein Stromausfall von 24 Stunden stellt demnach zwar eine erhebliche Einschränkung dar, löst jedoch noch nicht automatisch den vollständigen Krisenstab der Gemeinde aus.
Sollte die Stromversorgung über einen längeren Zeitraum ausfallen und sich zu einem Krisenfall entwickeln, richtet die Gemeinde bei Bedarf zentrale Anlaufstellen für die Bevölkerung ein. Diese befinden sich:
Rathaus Ascheberg
Feuerwehrgerätehaus Ascheberg (Hattrupweg)
Feuerwehrgerätehaus Herbern (Lindenstraße)
Feuerwehrgerätehaus Davensberg (Burgstraße)
Dort erhalten Bürgerinnen und Bürger aktuelle Informationen zur Lage. Wichtige Mitteilungen werden unter anderem über Aushänge bekannt gemacht. Ergänzend informiert die Gemeinde – sofern die technischen Möglichkeiten bestehen – über die bekannten Kanäle „Mein Ascheberg“ (WhatsApp), die Internetseite der Gemeinde sowie die Ascheberg-App.
Bürgermeister Thomas Stohldreier betont, dass auch die Eigenvorsorge der Bevölkerung eine wichtige Rolle spielt. Empfohlen werden unter anderem ein batteriebetriebenes Radio, Taschenlampen mit Ersatzbatterien, ausreichend Trinkwasser, haltbare Lebensmittel sowie ein gut ausgestattetes Erste-Hilfe-Set. Gerade bei einem länger andauernden Stromausfall können Mobilfunk- und Internetverbindungen zeitweise ausfallen, sodass klassische Informationsquellen wieder an Bedeutung gewinnen.
Die jüngsten Stromausfälle in Herbern zeigen, wie abhängig der Alltag von einer zuverlässigen Stromversorgung ist. Auch wenn großflächige und langanhaltende Ausfälle in Deutschland weiterhin als selten gelten, empfiehlt die Gemeinde allen Bürgerinnen und Bürgern, sich frühzeitig mit dem Thema Notfallvorsorge auseinanderzusetzen und entsprechende Vorkehrungen zu treffen.
Längerer Stromausfall: So ist die Gemeinde Ascheberg vorbereitet