Mehr Tierwohl im Stall - Tobias Großerichter sieht es als Erfolgskonzept
Herbern. Landwirt Tobias Großerichter ist schon seit einigen Jahren im Rahmen seiner Schweinehaltung der Initiative Tierwohl (ITW) angeschlossen. „Die Initiative ist ein wahres Erfolgskonzept für Land- und Fleischwirtschaft sowie den Lebensmitteleinzelhandel“, sagt Großerichter. Seit Januar ist eine neue Programmphase in Kraft getreten, bei der neue Kriterien umgesetzt werden müssen, um die Schweinehaltung noch mehr zu verbessern. Die Haltungsform 2 ist nun an das staatliche Tierhaltungskennzeichnungsgesetz „Stall + Platz“ angepasst.
Tobias Großerichter hat sich in dieser Haltungsform für drei Kriterien entschieden, diese konnte er gut in seinen Schweineställen umsetzten. Zum einen sind es Kontaktgitter, dann Scheuervorrichtung für die Tiere und offene Tränken.
Großerichter erklärt die Vorteile der neu umgesetzten Maßnahmen. Das Sozialverhalten der Tiere wird in den Buchten mit den Kontaktgittern gefördert. Ebenfalls sorgen die Scheuervorrichtungen für eine verbesserte Hygiene und das Wohlbefinden der Tiere, wenn es sie mal juckt. Der natürliche Scheuertrieb der Schweine und die Hautgesundheit tragen zu einer artgerechten Haltung bei. Bei den offenen Tränken spiegelt es das natürliche Saufen der Tiere in der Natur wider. Neben diesen Kriterien haben die Tiere 12,5 Prozent mehr Platz in der Bucht als gesetzlich vorgeschrieben.
Dass seine Schweine unter der 5xD-Kennzeichnung laufen, ist dem Herberner Landwirt sehr wichtig. Dieses Siegel steht dafür, dass die Tiere in Deutschland geboren, aufgezogen, gemästet, geschlachtet und verarbeitet werden. Landwirte, die unter diesem Label Fleisch erzeugen, tun dies unter den Tierschutz- und Tiergesundheit Anforderungen des Qualitätssicherungssystems QS und den zusätzlichen Auflagen der ITW. Für das Einhalten der zusätzlichen Tierwohlkriterien erhalten alle teilnehmenden Ferkelaufzüchter ab dem 01.01.2025 einen Preisaufschlag von 4,50 Euro auf den Marktpreis.