Nach 75 Jahren wieder eine Adelshochzeit in Herbern

Nicht London und nicht Monaco: Eine Adelshochzeit auf dem Land fand am Wochenende in Herbern statt. Für Glanz und großes Interesse sorgte Besuch vom westfälischen und europäischen Hochadel.

Das Brautpaar Elisabeth Gräfin von Merveldt und Ghislain d'Adesky gaben sich am Samstag in der St. Benedikt Kirche das Ja-Wort. Der Gottesdienst wurde von Propst Markus Pottbäcker und Fr. Michael Cusack aus Luxemburg in Deutsch, Französisch und Englisch abgehalten.

Über 300 geladene Gäste, darunter auch Lionel Prinz von Croy oder Erzherzogin Priscilla von Österreich, haben sich auf den Weg ins Münsterland gemacht, um die Hochzeit des Jahres nicht zu verpassen.

Am Freitag stand bereits die standesamtliche Trauung auf Schloss Lembeck an. Zu viel Aufsehen möchte die Adelsfamilie von Merveldt nicht um die Hochzeit ihrer Tochter machen. Doch schon an der Einladung aus dem Haus Graf von Merveldt wird ersichtlich, dass es eben doch keine ganz normale, kirchliche Hochzeit ist, die in Herbern stattgefunden hat. Seit Wochen wurde der Schlosspark von Westerwinkel rausgeputzt. Blau-gelbe Fahnen in Anlehnung an das Familienwappen zierten am Samstag den Weg vom Schlosspark bis hin zum Schloss. Weiße Pavillons, Fahnen und schlichte Blumendeko sorgten am Samstag ebenfalls für ein ansprechendes Ambiente.

Es war die erste Hochzeit der gräflichen Familie in Westerwinkel nach über einem halben Jahrhundert.„Die Großeltern von Ferdinand Graf von Merveldt haben hier ebenfalls vor 75 Jahren ihre Hochzeit gefeiert“, weiß Rentmeister Stefan Grünert. Nach dem Empfang für die geladenen Gäste ließ sich das frischvermählte Brautpaar von ihren Gästen auf Schloss Westerwinkel feiern. 

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© Isabel Schütte