Stellungnahme Fusion UWG und WfA
Eine Fusion ist erst der dritte Schritt
In den letzten Monaten wurde zunehmend über die Möglichkeit einer Fusion zwischen den beiden Wählergemeinschaften UWG (Unabhängige Wählergemeinschaft) und WfA (WIR für Ascheberg) spekuliert. Diese Diskussion hat an Intensität gewonnen, da bereits seit mehr als einem Jahr eine Annäherung zwischen den beiden Organisationen stattgefunden hat. Im Herbst des vergangenen Jahres fanden erste Gespräche sowohl zwischen den Vorständen der Vereine als auch zwischen den Fraktionsvorständen statt. Dennoch wäre es verfrüht, nun von einer Fusion zu sprechen; dies würde dem dritten Schritt vor dem ersten Schritt gleichkommen.
Der erste Schritt in diesem Prozess fand am vergangenen Sonntag im Rahmen eines gemeinsamen Neujahrsempfangs statt, bei dem sich die Mitglieder beider Vereine kennenlernen konnten. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg, was sich nicht nur in der positiven Rückmeldung der Teilnehmer widerspiegelt, sondern auch in der hohen Beteiligung. "Meine Erwartungen dieser Veranstaltung wurden deutlich übertroffen", äußerte Alexander Neumann, stellvertretender Vereinsvorsitzender der WfA, am Ende der gut fünfstündigen Zusammenkunft. Dieses Treffen stellte somit einen bedeutenden Fortschritt im Hinblick auf eine mögliche Zusammenarbeit dar.
Die nächsten Schritte sind bereits festgelegt: Zur kommenden Kommunalwahl werden beide Wählergemeinschaften mit einer gemeinsamen Liste antreten. Hierbei arbeiten die Vorstände intensiv zusammen, um alle notwendigen Formalitäten fristgerecht zu erledigen. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass das Thema Fusion momentan noch nicht auf der Agenda steht. Selbst wenn beide Vereine an einer zügigen Fusion interessiert wären, ist in Deutschland der bürokratische Aufwand erheblich. Eine vollständige Fusion kann durchaus ein bis eineinhalb Jahre in Anspruch nehmen.
Vor diesem Hintergrund gilt es für die beiden Wählergemeinschaften, ihre Kräfte zu bündeln und sich vorrangig auf die bevorstehenden Kommunalwahlen im September zu konzentrieren. Dieser strategische Fokus wird entscheidend sein, um eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu gewährleisten und gleichzeitig die Interessen ihrer jeweiligen Mitglieder bestmöglich zu vertreten. In Anbetracht dessen müssen sowohl UWG als auch WfA geduldig agieren und schrittweise vorgehen; schließlich könnte eine solide Grundlage für zukünftige Entscheidungen gelegt werden, ohne die Komplexität des Fusionsprozesses unnötig voranzutreiben.
Stephan Heitbaum
Vereins- und Fraktionsvorsitzender
WIR für Ascheberg e.V.
Ondrup-Ondruper Straße 5
59387 Ascheberg