Von Essen nach Herbern: Nachtlauf über 72 Kilometer

Heiko Münster, Benedikt Stentrup, Dirk Plenter und Susanne Wilde trotzen der Dunkelheit und meistern eine ganz besondere Herausforderung

Essen/Herbern – Eine außergewöhnliche sportliche Leistung gelang am Mittwochabend einem kleinen Team ambitionierter Läuferinnen und Läufer des Lauftreffs: Heiko Münster, Benedikt Stentrup, Dirk Plenter und Susanne Wilde starteten gegen 21 Uhr am Regattaturm des Baldeneysees in Essen und liefen die ganze Nacht hindurch, bis sie nach 72 Kilometern am frühen Morgen ihr Ziel in Herbern erreichten.

Die Idee zu diesem Abenteuer war im vergangenen Jahr während der Weihnachtsfeier des Lauftreffs entstanden. „Wir wollten wissen, ob es möglich ist, eine Nacht durchzulaufen“, erzählt Dirk Plenter. „Da viele von uns im Frühjahr bereits Marathons oder noch längere Strecken absolviert hatten, fühlten wir uns bereit für diese Herausforderung.“

Die Strecke führte zunächst durch das Ruhrgebiet, über alte Bahntrassen und entlang von Wasserstraßen. Mit GPS-Unterstützung suchten sich die Sportler ihren Weg bis ins Münsterland. Neben Heiko Münster, Benedikt Stentrup und Dirk Plenter, die die gesamte Strecke bewältigten, begleitete Susanne Wilde das Team über eine Marathon-Distanz bis Datteln. Michael Hölscher lief etwa 20 Kilometer mit und wechselte dann auf das Fahrrad, um die Gruppe weiter zu begleiten.

Für Verpflegung, Getränke und Wechselkleidung sorgten Olli Schuschel und Thorsten Müller, die das Team per Fahrrad unterstützten und an definierten Punkten Pausen ermöglichten. „Gerade in der Nacht ist das eine große Hilfe“, betont Plenter. „Ohne die Unterstützung wäre es noch schwerer gewesen.“

Nach 8 Stunden und 49 Minuten reiner Laufzeit erreichten die Läuferinnen und Läufer kurz nach 6 Uhr morgens die Witten Poaten auf Westerwinkel – erschöpft, aber stolz. „Ein Highlight war auf jeden Fall die Morgendämmerung am Kanal in Olfen“, schwärmt Plenter. „Dieser Moment, wenn der Tag anbricht, entschädigt für alle Mühen.“

Zum Abschluss gönnte sich die Gruppe ein gemeinsames Frühstück, um die Anstrengungen gebührend zu feiern. „So eine Erfahrung schweißt zusammen“, lautet das Fazit der Teilnehmer, die schon Pläne für das nächste Abenteuer schmieden.

Heiko Münster, Benedikt Stentrup, Dirk Plenter und Susanne Wilde sind nachts von Essen nach Herbern gelaufen.

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