125 Jahre Kirchenchor St. Benedikt Jubiläum beginnt mit Konzerten

Herbern. Der Kirchenchor St. Benedikt Herbern feiert in diesem Jahr sein 125 jähriges Bestehen. Gegründet wurde der Chor am 19. März 1901 von Küster und Organist Franz Lube als Männergesangverein Cäcilia Herbern. Seit 1955 trägt der gemischte Chor den Namen Kirchenchor St. Benedikt und prägt seit vielen Jahrzehnten das kirchliche und kulturelle Leben der Gemeinde.

Eine besondere Anerkennung erhielt der Chor im November 2017 mit der Zelter Plakette des Bundespräsidenten. Diese Auszeichnung wird Chören verliehen, die seit mindestens 100 Jahren bestehen und sich um die Pflege der Chormusik verdient gemacht haben.

Heute steht der Chor unter der Leitung der ersten Vorsitzenden Elke Niesmann. Gemeinsam mit 20 aktiven Sängerinnen und Sängern gestaltet der Kirchenchor regelmäßig Gottesdienste und Konzerte. Unterstützt wird der Chor von 16 passiven Mitgliedern. Die musikalische Gesamtleitung liegt bei Tobias Bredohl.

Das Jubiläum wird mit mehreren Konzerten in der St. Benedikt Kirche Herbern gefeiert. Den Auftakt bildet am 13. März (Freitag) um 19 Uhr ein Kammerkonzert mit der Violinistin Miriam Contzen und Tobias Bredohl am Klavier mit Werken von Schubert und Schumann.

Am 15. März (Sonntag) um 17 Uhr folgt ein Chorkonzert mit der Deutschen Messe von Franz Schubert. Neben dem Kirchenchor St. Benedikt wirken die Chöre St. Liborius Dortmund und St. Johannes Bochum mit. Begleitet wird das Konzert von Andreas Lobisch am Klavier.

Ein weiteres geistliches Konzert ist für den 22. November (Sonntag) um 17 Uhr zum Christkönigssonntag geplant. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Stimmen zum Jubiläum

Für die erste Vorsitzende Elke Niesmann ist das Jubiläum etwas ganz Besonderes. „Ich finde es großartig, dass unser Chor sein 125 jähriges Bestehen feiern kann. Wir haben viel für die Konzerte geprobt und hoffen sehr, dass wir viele Menschen mit unserer Musik erfreuen können.“

Besonders wichtig ist ihr der Zusammenhalt innerhalb des Chores. „Bei unseren Proben und Auftritten haben wir immer ein offenes Ohr füreinander. Jeder hilft dem anderen und unterstützt, wenn es nötig ist. Gemeinschaft wird bei uns großgeschrieben. Dazu gehören auch gemeinsame Aktivitäten wie ein Maigang mit Partnern und passiven Mitgliedern, Ausflüge, das Cäcilienfest oder ein gemütlicher Abschluss nach einem Konzert.“

Motivierend sei für sie vor allem die Freude am gemeinsamen Singen. „Es ist schön zu sehen, wie glücklich die Sängerinnen und Sänger sind, wenn ein Stück gut gelungen ist. Manchmal wagen wir uns an Werke, die wir uns zunächst gar nicht zugetraut hätten. Dann unterstützen wir uns gegenseitig und wachsen gemeinsam daran.“

Besonders in Erinnerung geblieben sei ihr ein gemeinsames Konzert mit befreundeten Chören. „Die Messe von John Rutter war musikalisch sehr anspruchsvoll. Trotzdem hat alles wunderbar geklungen. Beeindruckend war vor allem, wie gut alle Chöre zusammen harmoniert haben, obwohl wir nur wenige gemeinsame Proben hatten.“

Für die Zukunft wünscht sich Elke Niesmann, dass die Chormusik in der Gemeinde weiterhin lebendig bleibt. „Ich hoffe, dass wir die gemeinsamen Auftritte mit anderen Chören weiter ausbauen können. Außerdem möchten wir auch künftig das Konzert am zweiten Advent gemeinsam mit der Blaskapelle gestalten und die gute Zusammenarbeit mit den Chören aus Bochum und Dortmund fortsetzen.“

Marie Louise Maybaum (links) und Elke Niesmann, erste Vorsitzende des Kirchenchores St. Benedikt, präsentieren vor der St. Benedikt Kirche das Programm zum 125 jährigen Jubiläum des Chores.

© Schütte