Orientalische Krippe von Andreas Nienhaus feiert Silberjubiläum

Herbern. Im Rahmen des lebendigen Adventskalenders hat Andreas Nienhaus in der dritten Adventswoche seinem Wintergarten einen Hauch von Weihnachten gegeben. Eine orientalische Krippe als Stadt, die um Christi Geburt nachempfunden ist, versetzt den Betrachter in eine andere Zeit. Wir haben uns die Krippe mal genauer angeschaut.

Seit nunmehr fünfundzwanzig Jahren sammelt Andreas Nienhaus Figuren, Gegenstände oder Utensilien für seine mediterrane Krippe. Einen Tag dauert in dieser Größenordnung der Aufbau im heimischen Wohnzimmer, bei dem Häuser, Palmen, 150 Figuren und 160 Tiere, kleine Lampen und LED verbaut werden. Fertig wird er nie, wie der 60-Jährige betont. Irgendwas wird immer verschönert, erneuert oder repariert.

Zwei große Platten von jeweils 2,00 Meter in der Länge und 1,40 Meter in der Breite werden mittlerweile benötigt, um seine Stadt mit der Krippe in Szene zu setzen. Beim näheren Hinsehen sieht man einzelne Stationen wie die Engelsverkündung, die Anweisung zur Volkszählung, die Herbergssuche sowie die Krippe mit Maria, Joseph und den heiligen drei Königen. Bei der Gestaltung ist Andreas Nienhaus sehr kreativ. Ohrringe werden zum Beispiel zu Laternen und Topfdeckel zur orientalischen Kuppel umfunktioniert. Seine Frau Barbara bestätigt, dass ihr Mann in jedem Urlaub etwas findet, was er für seine Krippe gebrauchen kann. Die Krippe ist International, Figuren oder sonstige Dinge kommen aus der ganzen Welt und finden sich hier auf drei Quadratmeter zusammen.

„Im türkischen Ephesos habe ich auf einem Basar ein Mosaik und römische Münzen gefunden“, erzählt der Herberner. Die Kleinigkeiten machen die Krippe der Nienhaus zu etwas Besonderem und Einzigartigem. Die kleine Echse auf dem Boden, aber auch die Laternen, die rauchende Feuerstelle und der kleine Wasserfall mit fließendem Wasser lassen den Besucher in eine andere Welt eintauchen. Die Palmen wurden selbst nachgebaut. Ein 25 Zentimeter langer Stamm, Zapfen und Kokosfaser, als Blätter Palmenblätter aus Plastik, die man eigentlich sonst nicht mehr gebrauchen könnte. Krimskrams-Kisten stehen bei Andreas Nienhaus für seine Ideen immer hoch im Kurs, wie er sagt.

Die Krippe könnte er immer noch erweitern, im Keller stehen noch weitere Figuren. In diesem Jahr konnte sich Nienhaus im Wintergarten vom Platz her einmal so ausbreiten wie er wollte. Dass die Krippe auf einmal doppelt so groß war wie sonst im Wohnzimmer, wundert Ehefrau Barbara nicht. „Es weiß sowieso keiner außer Andreas wo, wie und was irgendwo steht.“ Die Krippe ist in jedem Fall das Highlight zu Weihnachten. Die beiden Enkelkinder sind noch etwas zu klein, um die Geschichte zu verstehen. „Aber auch diese Zeit kommt. Darauf freue ich mich jetzt schon“, sagt Nienhaus mit einem Lächeln im Gesicht.