Mex und Izzy bereichern den Schulalltag an der Profilschule Ascheberg
Von Claudia Hurek
Ascheberg. Seit gut drei Jahren sind Mex, ein Labrador-Border-Collie-Mischling, und die Labradorhündin Izzy fester Bestandteil des Schulalltags an der Profilschule Ascheberg. Besitzerin Andrea Richter, Lehrerin für Sport und Mathematik, ist vom Konzept der Schulhunde überzeugt: „Die beiden unterstützen nicht nur das Lernen, sondern stärken vor allem das emotionale und soziale Wohlbefinden der Kinder. Hunde haben ein feines Gespür und motivieren zusätzlich zum Lernen.“
Bevor Mex und Izzy ihre Lehrerin in die Schule begleiten durften, absolvierten Mensch und Hund gemeinsam einen 18-monatigen Lehrgang. „Am Ende legt man eine Prüfung in Theorie und Praxis ab. Zusätzlich überprüft das Veterinäramt, ob alle Voraussetzungen für die Integration der Hunde in den Schulalltag erfüllt sind“, erklärt Andrea Richter.
Die Hunde kommen ausschließlich gemeinsam mit der Pädagogin im Unterricht zum Einsatz. Dabei steht das Wohl der Tiere stets an erster Stelle. Andrea Richter erlebt regelmäßig, wie positiv sich die Anwesenheit von Mex und Izzy auf das Verhalten der Schüler*innen auswirkt: „Die Kinder sind ruhiger, achten mehr aufeinander und kommunizieren bewusster. Die Rücksichtnahme verbessert sich, es entsteht eine angenehmere Lernatmosphäre und alle nehmen mit mehr Freude am Unterricht teil. Gerade schüchterne Kinder tauen zunehmend auf und gewinnen mehr Selbstvertrauen.“
Auch bei Klassenarbeiten entfalten Mex und Izzy eine beruhigende Wirkung. Sie vermitteln emotionale Sicherheit und tragen zu einer entspannten Arbeitsatmosphäre bei. „Die Schüler*innen arbeiten konzentrierter und effektiver – das ist wirklich großartig zu beobachten“, sagt Richter.
Besonders motivierend sind die sogenannten „MexMinuten“. Kinder mit emotionalen oder schulischen Schwierigkeiten können sich durch erledigte Aufgaben besondere Zeit mit den Hunden verdienen. „Für viele ist das ein enormer Ansporn“, berichtet die Lehrerin.
Darüber hinaus findet in der Jahrgangsstufe 7 wöchentlich eine zweistündige Hundewerkstatt statt. Dort lernen die Schüler*innen unter anderem den richtigen Umgang mit Hunden, beschäftigen sich mit deren Anatomie und werden kreativ, indem sie beispielsweise Belohnungsspielzeug für Mex und Izzy herstellen.
Damit jederzeit erkennbar ist, wenn sich einer der Hunde im Klassenraum befindet, hängt außen an der Tür ein entsprechendes Hinweisschild. „So wissen alle sofort, dass die Tür leise geöffnet wird und niemand in den Raum hereinpoltert“, erklärt Andrea Richter.
Für sie steht fest: „Der Einsatz eines Schulhundes bedeutet weit mehr, als einfach einen Hund mit in die Schule zu bringen. Dahinter stecken viel Ausbildung, Planung und Verantwortung. Die Hunde sind keine Unterhaltung, sondern pädagogische Begleiter.“
Ausgebildete Schulhunde bereichern den Schulalltag an der Profilschule Ascheberg.
Im Klassenraum machen es sich die Schulhunde der Profilschule Ascheberg auf ihrem Platz gemütlich.