Maximilian Sandhowe als CDU-Kandidat für die Landtagswahl nominiert
Senden/Ascheberg. Die CDU im Landtagswahlkreis Coesfeld II hat Maximilian Sandhowe aus Ascheberg als Kandidaten für die Landtagswahl am 25. April 2027 nominiert. Bei der Aufstellungsversammlung in der Steverhalle in Senden setzte sich der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende und Fraktionschef im Ascheberger Gemeinderat in einer Stichwahl gegen Hendrik Clodius vom CDU-Stadtverband Dülmen durch.
Insgesamt waren 604 CDU-Mitglieder aus den Städten und Gemeinden des Wahlkreises stimmberechtigt. Allein aus Ascheberg, Herbern und Davensberg waren rund 180 Mitglieder nach Senden gekommen – viele von ihnen mit zwei eigens organisierten Bussen, andere auf privatem Weg. Die starke Unterstützung aus seiner Heimatgemeinde wertete Sandhowe als wichtiges Signal.
Bereits im ersten Wahlgang zeichnete sich ein spannendes Rennen ab. Maximilian Sandhowe erhielt 264 Stimmen, Hendrik Clodius kam auf 190 Stimmen und Wilhelm Sendermann, Bürgermeister der Stadt Olfen, erreichte 145 Stimmen. Da kein Kandidat die erforderliche Mehrheit erzielen konnte, fiel die Entscheidung in einer Stichwahl. Dort setzte sich Sandhowe schließlich mit 362 Stimmen gegen Clodius durch, der 208 Stimmen erhielt.
Nach seiner Wahl zeigte sich der Ascheberger bewegt. „Ganz realisiert habe ich es noch nicht“, sagte Sandhowe unmittelbar nach der Abstimmung. Gleichzeitig machte er deutlich, dass er die Nominierung nicht als persönlichen Erfolg verstehe. „Ich habe mich natürlich sehr gefreut, weiß aber auch, dass es nicht allein mein Erfolg ist. Die vielen Mitglieder aus Ascheberg, Herbern und Davensberg sind nach Senden gekommen, um mir den Rücken zu stärken. Dafür bin ich sehr dankbar. Jetzt muss ich erst einmal alles sacken lassen.“
Mit seiner Kandidatur tritt Sandhowe zugleich in die Fußstapfen des im vergangenen Jahr verstorbenen Landtagsabgeordneten Dietmar Panske. Über mehrere Jahre war er als dessen Büroleiter tätig und möchte nun dessen politische Arbeit im Düsseldorfer Landtag fortführen.
Für den bevorstehenden Wahlkampf setzt Sandhowe drei politische Schwerpunkte. Im Mittelpunkt steht für ihn eine starke Wirtschaft mit weniger Bürokratie. Unternehmen müssten von übermäßigen Formularen, Berichtspflichten und langwierigen Genehmigungsverfahren entlastet werden. Darüber hinaus fordert er starke und handlungsfähige Kommunen. „Ob der Staat funktioniert, erleben die Menschen am ehesten vor ihrer eigenen Haustür“, betont Sandhowe. Deshalb müsse die kommunale Ebene ausreichend Handlungsspielräume erhalten. Als dritten Schwerpunkt nennt er einen handlungsfähigen Staat, der wieder stärker auf Vertrauen setze. Weniger Bürokratie und mehr Eigenverantwortung könnten dazu beitragen, Entscheidungen schneller zu treffen und Bürger, Unternehmen, Kommunen sowie das Ehrenamt wirksam zu unterstützen. „Ein Staat, der alles bis ins letzte Detail absichern will, wird langsam, teuer und am Ende gegenüber denjenigen ungerecht, die auf Entscheidungen warten“, so Sandhowe.
Parallel zu seiner Landtagskandidatur kündigt der CDU-Politiker Veränderungen in seinen parteiinternen Funktionen an. Bereits auf der Jahreshauptversammlung im April hatte er erklärt, bei den Vorstandswahlen im kommenden Jahr nach acht Jahren nicht erneut für den Vorsitz des CDU-Gemeindeverbandes kandidieren zu wollen. Als Nachfolgerin soll nach dem Vorschlag des CDU-Vorstandes Sabine Alba-Klause aus Herbern kandidieren. Die verbleibende Zeit bis zur Wahl soll genutzt werden, um sie schrittweise in das Amt einzuarbeiten. Den Vorsitz der CDU-Fraktion im Gemeinderat möchte Sandhowe jedoch weiterhin ausüben. Die enge Verbindung zur kommunalpolitischen Praxis sei für ihn auch mit Blick auf seine Kandidatur für den Landtag von großer Bedeutung.
Maximilian Sandhowe wurde von den CDU-Mitgliedern des Landtagswahlkreises Coesfeld II zum Kandidaten für die Landtagswahl 2027 gewählt. Der Ascheberger möchte als Nachfolger des verstorbenen Landtagsabgeordneten Dietmar Panske in den nordrhein-westfälischen Landtag einziehen.