Nach Insolvenz übernehmen die Mitarbeiter Fahrschule in Ascheberg

Von Tina Nitsche

-Ascheberg. Die Zeichen stehen auf Neustart. Denn nachdem die Academy Fahrschule Mike Hage Insolvenz anmelden musste, folgt nun die gute Nachricht: Es geht weiter. Denn Mario und Olga Webers übernahmen. Was sich ändert? Der Name. Ab sofort firmiert die Fahrschule unter Academy Webers. „Das bleibt: das Team, der Service, die Standorte“, sagen Olga und Mario Webers.

Beide kennen sich aus. Olga hat 14 Jahre die Büroorganisation bei Mike Hage, der 2010 in Ascheberg startete, innegehabt. Mario Webers war Fahrschullehrer im Team Hage. Beide verstehen somit dank langjähriger Erfahrung ihr Handwerk und kennen sowohl die bürokratische als auch die praktische Seite des Unternehmens.

Ursprünglich war der Plan ein anderer. „Mike wollte verkaufen und wir haben durchaus mit dem Gedanken gespielt, eventuell zu übernehmen“, verrät Mario Webers. Doch dann kam alles anders. Mike Hage musste Insolvenz anmelden und bei den Webers gab es eine Familienkonferenz mit einer mutigen Entscheidung. „Für mich stand immer fest, dass, wenn sich einmal etwas ändern sollte, ich mich selbstständig mache“, erzählt Mario Webers. Seine Zukunftspläne hat der 42-Jährige auch schon detailliert durch entsprechende Fortbildungen untermauert.

Dass diese Pläne nun derart schnell in die Umsetzung kommen sollten, dazu bedurfte es einer schnellen Entscheidung. Der familiäre Beschluss ergab: „Bevor einer auf der Straße steht, machen wir Nägel mit Köpfen“, so Mario Webers. Mit Schwägerin Olga gründete er eine GmbH. Die Aufgabenverteilung war kein Problem. „Olga war hier immer die gute Fee des Hauses. Sie hat sich um Weiterbildungen, Papiere, Sprachbarrieren – eben um alles gekümmert. Logisch also, dass ihr die Leitung der kompletten Büroorganisation obliegt.“

Ich hingegen fungiere nun als Leiter des Fahrlehrerteams“, so Mario Webers. Zum Team neben ihm zählen die langjährigen Fahrschullehrerkollegen Sandro Clemente, Alex Sikora und Lars Grimmel. „Damit müssen sich auch unsere Fahrschüler nicht umstellen“, freut sich Olga Webers und betont, dass alle Fahrschüler, die unter Mike Hage gestartet sind, ihre Fahrschulprüfungen problemlos vor Ort in Ascheberg oder in den Filialen Nordkirchen und Lüdinghausen zu Ende machen können. Lediglich die Herberner Filiale ist geschlossen worden. „Mal abwarten, wie sich das künftig entwickelt.“

Mario und Olga Webers hatten zu Jahresbeginn nun richtig viel zu tun. Sie haben nicht nur die Räumlichkeiten renoviert und umgestaltet, sie hatten auch mit viel Papierkram zu kämpfen. Ihr Ansprechpartner war dabei die Kanzlei Nasser in Dortmund. Denn Nada Nasser ist als Insolvenzverwalterin eingesetzt worden. „Da können wir uns nur für die gute Zusammenarbeit, auch mit dem für uns zuständigen Anwalt aus der Kanzlei Nasser, André Neumann, bedanken. Vieles konnten wir auf dem kurzen Dienstweg telefonisch bei Fragen klären“, sind die Webers dankbar.

Dankbar sind sie jedoch auch für ihr Team. „Es war jetzt schon eine harte Zeit, denn die Kosten liefen weiter, für uns gab es abwicklungstechnisch so viel zu erledigen, da war die Hilfe Gold wert. Nun freuen wir uns auf den Neustart, auf die Schüler, die ihre Prüfungen zu Ende machen können, und auf viele neue Gesichter“, blickt nicht nur Olga optimistisch in die Zukunft. Und das, obwohl wirtschaftlich deutschlandweit nicht gerade einfach ist. Aber die beiden haben eine Entscheidung getroffen. Eine mutige, aber auch eine, die ihnen persönlich eine Herzensangelegenheit ist.

Am Samstag (31. Januar) planen sie in der Hauptstelle Ascheberg, Sandstraße 9, ab 12 Uhr eine kleine Eröffnungsfeier. „Dazu ist jeder herzlich willkommen“, so die beiden abschließend.

Unterrichtszeiten:

Ascheberg: Di., Mi., Do. von 18.30 Uhr bis 20 Uhr

Lüdinghausen: Mo., Mi., Do. von 18.30 Uhr bis 20 Uhr

Nordkirchen: Di. und Do. von 18.30 Uhr bis 20 Uhr

Weitere Infos unter

www.academy-fahrschule-webers.de

Olga und Mario Webers freuen sich auf ihre neue Aufgabe als Inhaber der Academy Fahrschule Webers. Mit ihrem Schritt haben sie dafür gesorgt, dass es mit der Fahrschule in Ascheberg weitergeht.

© Tina Nitsche