Pfingstturnier des SV Herbern: „Wir sind hier eine Familie“
Herbern. Halbzeit beim Jugend-Pfingstturnier des SV Herbern. Nach zwei von vier Turniertagen herrscht auf der Sportanlage an der Werner Straße beste Stimmung. Bei sommerlichen Temperaturen um die 28 Grad genießen Spieler, Eltern, Trainer und Besucher das größte Jugendfußballfest des Vereins.
Die Geschichte des Turniers reicht bis ins Jahr 1979 zurück. Als Initiator und Gründungsvater gilt der Herberner Fußballenthusiast „Fente“ Ruhe, der mit seiner Idee den Grundstein für eine Veranstaltung legte, die bis heute Bestand hat. Nachdem das Turnier zwischenzeitlich nicht mehr ausgetragen wurde, ließ ein Team um Toni Brockmeier und Robert Heitmann die Veranstaltung 1998 wieder aufleben und entwickelte sie gemeinsam mit vielen Mitstreitern kontinuierlich weiter.
„Ich könnte ganz viele Geschichten rund ums Pfingstturnier erzählen“, sagt Brockmeier schmunzelnd. „Freundschaften, Gemeinschaft, Spaß und Freude am Fußball standen hier immer an erster Stelle.“
Aus damals rund 40 Mannschaften aus dem Altkreis Lüdinghausen sind in diesem Jahr 146 Teams geworden. Trotz der Rekordbeteiligung sei eines unverändert geblieben: das besondere Miteinander.
„Auch wenn mal jemand über die Stränge geschlagen hat, wir sind hier eine Familie. Hier wird niemand alleine gelassen“, sagt Brockmeier. Genau dieses Gemeinschaftsgefühl sei bis heute das Erfolgsrezept des Turniers.
Seit vier Jahren liegt die Organisation in den Händen eines neuen Teams um Philipp Cramer, Michael Zdahl, Barbara Jaspert und Jürgen Große-Budde. Brockmeier verfolgt die Entwicklung mit Stolz: „Es freut mich ungemein, dass das Pfingstturnier immer noch so toll läuft.“
Zum Erfolg tragen seit Jahrzehnten viele engagierte Helferinnen und Helfer bei. Das Catering-Team um Mecki Eickholt sorgt dafür, dass Spieler und Besucher bestens versorgt werden. Die Bewirtung hat sie vor vielen Jahren von Walburga Sennekamp und Birgit Schuschel übernommen, die das gastronomische Angebot des Turniers über Jahre hinweg geprägt haben.
Mit 183 Spielen und zahlreichen Spieltreffs ist das Pfingstturnier auch organisatorisch eine große Herausforderung. Möglich wird dies durch die Unterstützung vieler Eltern und Vereinsmitglieder, die an den Verkaufsständen, im Catering oder bei der Turnierorganisation und bei der großen Tombola ehrenamtlich mithelfen.
Kommentiert wird das Turnier von Tobias Trittschack, der die Besucher durch das lange Fußballwochenende neben vielen allen Organisatoren auch als Stadionsprecher begleitet.
Philipp Cramer blickt optimistisch nach vorne: „Für das nächste Jahr haben sich schon wieder viele Mannschaften vorgemerkt.“
Noch bis Montag rollt der Ball an der Werner Straße. Das Jugend-Pfingstturnier zeigt dabei einmal mehr, warum es seit Jahrzehnten ein Aushängeschild des SV Herbern ist: Weil hier nicht nur Fußball gespielt wird, sondern Gemeinschaft gelebt wird.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den zahlreichen Helferinnen und Helfern allerdings nicht. Bereits in zwei Wochen steht mit der 25. Radtourenfahrt (RTF) des SV Herbern das nächste Großereignis an. Dann werden wieder zahlreiche Radsportlerinnen und Radsportler in Herbern erwartet. Doch zunächst gilt die volle Aufmerksamkeit noch dem Pfingstturnier, dem sportlichen Herzstück des Vereinslebens an diesem Wochenende.
Die Pfingstturnier-Macher mit Toni Brockmeier, Michael Zdahl, Barbara Jaspert, Philipp Cramer und Jürgen Große-Budde.