Schreibwarengeschäft Angelkort: Nach 136 Jahren in neue Hände

Herbern. Eine Ära geht zu Ende, eine neue beginnt: Nach 136 Jahren Familienbetrieb wird das Schreibwarengeschäft Angelkort nicht mehr in der Familie weitergeführt. Stattdessen übernimmt die Familie Rochfalski aus Selm.

Benedikt Angelkort, der das Geschäft vor 20 Jahren von seinem Schwiegervater Bernhard Eckmann übernommen hatte, blickt mit Zufriedenheit zurück: „Damals lag der Fokus noch auf Spielwaren. Diese haben wir konsequent reduziert – eine Entscheidung, die sich als richtig erwiesen hat.“ Stattdessen spezialisierte sich Angelkort auf Digitaldruck. Auch der Service, Bücher innerhalb von 24 Stunden zu bestellen, erfreut sich bis heute großer Beliebtheit. Für Schreibwaren, Geschenkartikel und Schulbedarf war das Geschäft stets eine verlässliche Anlaufstelle in Herbern.

Die Entscheidung zur Geschäftsübergabe ist für den 59-jährigen Angelkort ebenso stimmig wie die Übernahme. Er selbst freut sich in Zukunft auf mehr Freizeit und dass er sich noch mehr auf seine Herzenssache, den Druckdienstleistungen konzentrieren kann.  Der letzte Öffnungstag unter seiner Leitung ist Mittwoch (28. Mai).  Am Freitag und Samstag (30.-31.05.) bleibt das Geschäft für die Inventur- und EDV-Umstellung geschlossen.


Am Montag (2. Juni)  übernehmen Gudrun und Roland Rochfalski sowie ihre Tochter Lisa das Schreibwarengeschäft an der Südstraße. Das Personal bleibt erhalten, das bewährte Sortiment bleibt bestehen. "Die Kunden werden gar keine große Veränderung bemerken. Es wird ein schleichender Übergang", betont Angelkort. Zur Wiedereröffnung plant die Familie Rochfalski eine besondere Geste: Ein Teil der Einnahmen wird an die Tafel und die Offene Jugendarbeit (OJA) gespendet.

 

Eine Ära geht zu Ende. Benedikt Angelkort und sein Schwiegervater Bernhard Eckmann haben das Schreib- und das damalige Spielwarengeschäft zu einer festen Instiution in Herbern gemacht. Am 2. Juni 2025 übernimmt Familie Rochfalski die Firmen-Geschicke.

© Schütte