Unterkunft für Geflüchtete: Ausschüsse befassen sich mit nächsten Schritten
Ascheberg. In einer gemeinsamen Sondersitzung befassen sich am 3. Februar der Bau- und Planungsausschuss sowie der Jugend-, Senioren-, Sozial- und Sportausschuss mit den weiteren Schritten zum Bau einer Unterkunft für Geflüchtete in Herbern. Der Rat hatte im März 2025 einstimmig den Bau der Unterkunft für maximal 100 Personen beschlossen und die Verwaltung beauftragt, auf dieser Grundlage den Bauantrag zu stellen. Diese Schritte sind erfolgt. Wenn alles weiterläuft wie geplant, kann das Vergabeverfahren (die Suche nach ausführenden Firmen sowie die Vergabe der Arbeiten) bereits im Februar starten. Geplanter Baustart wäre dann Oktober 2026, die Fertigstellung der Gebäude wird für Ende 2027 erwartet.
In mehreren Bürgerinformationsabenden, davon allein zwei in der Aula in Herbern, hatte die Verwaltung zuletzt im März 2025 über die Pläne informiert. Dabei hatten die anwesenden Bürgerinnen und Bürger der Verwaltung Änderungswünsche mit auf den Weg gegeben: Aus der Nachbarschaft wurde angeregt, die Schulungs-, Seminar- und Aufenthaltsräume für die Integration, Sozialarbeit und die Hausmeister in eines der zur Münsterstraße gelegenen Gebäude zu integrieren und weitere Wohnräume für die zugewiesenen Menschen in das hintere Gebäude zu verlegen. Diese Anregung haben die Fachplanerinnen und -planer so umgesetzt.
Verwaltung präsentiert die Pläne – Wünsche aus der Bevölkerung eingearbeitet
Genauso wie die Änderungswünsche, die die Außenanlagen und das geplante Spielhaus betreffen. „In der gemeinsamen Sondersitzung werden wir die Pläne im Einzelnen nochmal präsentieren“, sagt Stefan Feige, Fachbereichsleiter Finanzen und Soziales, „wir haben uns sehr genau an den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger aus Herbern orientiert und viele ihrer Anregungen umgesetzt.“
Er erläutert auch, warum der Neubau einer Unterkunft für Geflüchtete auch zum jetzigen Zeitpunkt weiterhin dringend erforderlich ist: „Die Gemeinde erhält weiterhin Zuweisungen von geflüchteten Menschen, zu deren Aufnahme sie gesetzlich verpflichtet ist. Zurzeit hat die Gemeinde 592 Plätze zur Unterbringung der Menschen zur Verfügung, 395 davon sind bereits belegt. Viele dieser Plätze sind angemietet. In absehbarer Zeit werden 100 Betten beim ehemaligen Altenheim an der Biete wegfallen“, erklärt Feige. „Hinzu kommt, dass die Gemeinde 19 Häuser bzw. Wohnungen angemietet hat, um die uns zugewiesenen Menschen unterzubringen. Der Wohnungsmarkt in Ascheberg ist angespannt, wir möchten und müssen die Wohnungen daher wieder Wohnungssuchenden aus Ascheberg zur Verfügung stellen. Wir kommen daher – auch gesetzlich – nicht umhin, die Unterkunft für Geflüchtete in Herbern zu bauen.“
Weitere Informationen dazu finden Sie im Sitzungskalender der Gemeinde Ascheberg unter https://sessionnet.owl-it.de/ascheberg/bi/si0040.asp.