Von Freibier bis Freudentränen: Jacobi-Kirmes voller Höhepunkt
Von Tina Nitsche
ASCHEBERG. „Was geht Kirmes ab?“ diese Frage ertönte laut und vernehmlich am Schießwagen von Rene Bartelt, der den Ascheberger Kirmessong rauf und runter spielte. Bei der diesjährigen Jacobi-Kirmes ging auf jeden Fall eine Menge ab. Bunter Regenguss in Form von Freichips bei der traditionellen Eröffnung, die in diesem Jahr eine Stunde eher als bislang von Bürgermeister Thomas Stohldreier am Kinderfahrgeschäft der Schaustellerfamilie Rasch stattfand, inklusive. Aber es gab auch emotionale Überraschungsmomente. Nicht ganz unschuldig daran die Bermuda Truppe, der auch der Herberner Stefan Hölscher angehört. Seit 28 Jahren gibt es die Bermuda Truppe, die immer auf der Kirmes unterwegs ist und für beste Stimmung sorgt.
Genauso lange gastiert die Schaustellerin Kerstin Melcher mit ihrer Krokobar in Ascheberg zur Jacobi-Kirmes. Die Bermuda-Truppe ist seitdem Dauergast an der Krokobar No. 1 von Kerstin Melcher. „Und hier fühlen wir uns immer willkommen. Kerstin empfängt uns jedes Jahr so herzlich, da wollten wir uns einfach mal bedanken“, so Dirk Thies, der die Idee zur Überraschung hatte.
Im Gepäck hatten die Jungs ein besonderes Foto, das sie auf ein Blechschild gebannt hatten und das die Schaustellerin zutiefst berührte. Glücksmomente mitten im Kirmestreiben. Solche bescherten auch Clemens von Freeden und sein Bruder Michael Stattmann den Kirmesbesuchern mit ihrem Partyzelt am Burghof. Dort gab es um 19 Uhr ein Debüt in Form eines Fassanstichs, den der erste Bürger vornahm und der den Besuchern 80 Liter Freibier bescherte.
Gute Laune herrschte auch am Eschenplatz, wo die Radsportgruppe des SVH Dienst gutgelaunt am Bierwagen schob. Gegenüber ließen sich ganze Generationen in Pionteks Fly Over in luftige Höhen chauffieren, und betrachteten das bunte Treiben begeistert aus der anderen Perspektive. Im gesamten Ortskern pulsierte das Leben. Gute Laune und Musik dominierte. Geselligkeit wurde großgeschrieben.
Andere saßen freudig beisammen, genossen die kulinarische Vielfalt und prosteten sich begeistert zu. „Auf eine tolle Kirmes, so schön, dass es sie gibt!“ Dieser Ansicht waren viele Besucher. Nicht nur die heimischen auch die auswärtigen Gäste. Denn die Jacobi-Kirmes schenkte den Menschen einmal mehr ganz besondere Momente, noch mehr Vergnügen und das unvergleichliche Gefühl, das Franz-Josef Strauss einst so beschrieb: „Kirmesgeräusche sind kein Lärm, sondern ein Ausdruck von Lebensfreude.“
Die Bermuda-Truppe überraschte Schaustellerin Kerstin Melcher an ihrer Krokobar mit einem ganz besonderen Erinnerungsstück – als Dank für ihre herzliche Gastfreundschaft über fast drei Jahrzehnte.
Die Radsportgruppe des SV Herbern versorgte die Besucher am Bierwagen auf dem Eschenplatz.