Weiberfastnacht in Herbern: Karneval trotz Wetterkapriolen
Herbern. Eigentlich sollte es an Weiberfastnacht bunt, laut und fröhlich durch die Straßen Herberns gehen. Traditionell ziehen an diesem Tag die Schülerinnen und Schüler der Grundschule gemeinsam mit ihren Lehrkräften verkleidet durch das Dorf und sorgen mit ihrem Umzug für echtes Karnevalsflair. Doch das Wetter machte den Jecken am Donnerstagmorgen einen Strich durch die Rechnung: Der Umzug musste kurzfristig abgesagt werden.
Ganz ins Wasser fiel die Feier jedoch nicht. Kurzerhand verlagerte sich das närrische Treiben in die Grundschule. Eltern, Großeltern und die angekündigten Kamelle-Werfer folgten der Einladung und kamen direkt ins Schulgebäude. Im Foyer herrschte schnell ausgelassene Stimmung: Rund 80 Karnevalsfreunde sowie eine Abordnung der Tagespflege Herbern waren vor Ort und feierten gemeinsam mit den Kindern.
Ein besonderes Highlight des Morgens war der Auftritt von Alfons Schubert. Der Patient der Tagespflege Herbern und ehemalige Grundschullehrer hatte sein Akkordeon mitgebracht und sorgte mit bekannten Karnevalsliedern für beste Stimmung bei Jung und Alt. Die Kinder sangen, klatschten und tanzten begeistert mit.
Die stellvertretende Schulleiterin Daniela Offermann begrüßte die Gäste und gab kurze Einweisungen, bevor sich schließlich alle Prinzessinnen, Früchte, Jedi-Ritter, Clowns und weiteren fantasievoll verkleideten Helden zu einem großen Umzug durch die Schule sammelten. Spätestens jetzt war klar: Die Party war gerettet.
„Herbern Helau“ hallte durch die Flure, während Bonbons aus allen Ecken flogen. Die Kinder sammelten eifrig Kamelle und genossen die ausgelassene Atmosphäre. Zum Abschluss des Vormittags gab es einen großen Applaus für Alfons Schubert, der eindrucksvoll bewies, dass er mit seinem Akkordeon noch immer kleine wie große Menschen begeistern und mitreißen kann.
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Herbern Helau war am Donnerstagvormittag die Devise im Foyer der Grundschule in Herbern.