Durchwachsenes Wetter trübt Kartoffelsamstag – Stimmung dennoch gut

von Claudia Hurek

HERBERN. Blick in die Südstraße um 11 Uhr verhieß zunächst nichts Gutes. Dort, wo in den vergangenen Jahren bereits von Beginn an reges Treiben herrschte, herrschte an diesem Kartoffelsamstag zunächst gähnende Leere. Lediglich ein köstlicher Duft von Waffeln der Bäckerei Röwekamp zog durch die Straße.

Nicht nur die gewohnten Besucherströme fehlten, auch viele Marktstände waren verwaist. Marktmeister Florian Suthues und Lucas Hönekop erklärten:

„Von den angemeldeten Marktbeschickern haben leider 15 abgesagt. Alle hatten Angst vor dem vorhergesagten Wetter.“

Tatsächlich hatte der Deutsche Wetterdienst Regen mit teilweise heftigen Sturmböen angekündigt. Dennoch ließen sich nicht alle abschrecken: Anne und Karl-Heinz Schrade aus Olfen, die seit vielen Jahren mit ihren Dekoartikeln aus Rost nach Herbern kommen, blieben gelassen.

Anne Schrade: „Für uns heißt es: mitgehangen, mitgefangen. Unser Pavillon ist ordentlich gesichert, wir machen uns keine Sorgen.“

Und obwohl das Wetter grau in grau war, sah man überall fröhliche Gesichter. Heike Kluge meinte schmunzelnd: „Es nützt ja nichts, wir machen jetzt einfach das Beste draus.“

Neben Schmuck, Haushaltswaren und wärmender Bekleidung aus Schafwolle gab es selbstgenähte Kinderkleidung, Lederwaren, Kosmetik und natürlich eine große Auswahl an leckeren Speisen. Am Stand von Laura Regional konnten sich die Besucher kleine, mit der Schale gebratene Kartöffelchen mit Dip schmecken lassen. Außerdem wurden Backschinken, Reibekuchen sowie Crepes und andere Süßspeisen angeboten. Auch die obligatorischen Pommes und Currywurst durften selbstverständlich nicht fehlen.

In der Gaststätte Zur alten Mühle ließen sich die Gäste Kartoffelsuppe, Ofenkartoffeln sowie Kartoffelstampf mit Sauerkraut und verschiedenen Beilagen schmecken. Fahrrad Hölscher lockte mit großen Rabattaktionen auf Packtaschen, Körbe und Fahrradhelme. Während sich die Eltern dort umsahen, vergnügten sich die Kinder auf zwei Hüpfburgen direkt gegenüber.

Beim Siedlerbund St. Benedikt herrschte von Beginn an reger Betrieb. Hier konnten sich Besucher für zahlreiche geplante Aktionen 2025/26 anmelden. Die Anmeldeliste für die Weihnachtswerkstatt für Frauen war bereits nach zehn Minuten voll. Auch der Herberner Weihnachtskalender fand reißenden Absatz, und die Weihnachtsbäume für die geplante Tannenbaumaktion am 22. November fanden schnell ihre neuen Besitzer.

Fazit von Christian Deitermann, dem ersten Vorsitzenden:

„15 Absagen aufgrund des Regenwetters, der Kartoffelsamstag war nicht so gut besucht wie sonst. Wir hatten in all den Jahren immer Glück mit dem Wetter, dieses Jahr war es eben einmal etwas schlechter. Das ist ärgerlich, aber leider nicht in unserer Macht.“

Fotostrecke: https://photos.app.goo.gl/XPNGBW7Qx27s3BKN8

Der Adventskalender von der Herberner Kaufmannschaft fand reißenden Absatz.

© Claudia Hurek