Eintracht Herbern zeigt die Vielfalt der Rassegeflügelzucht

Von Claudia Hurek und Isabel Schütte

HERBERN. Gurren, Krähen und Piepen erfüllten am Wochenende die Räume der Firma Krampe im Südfeld. Dort richtete der G.Z.V. Eintracht Herbern seine Kreis- und Kreisjugendschau aus. Rund 25 Hausgeflügelrassen aus verschiedenen Ländern waren zu sehen – und das Interesse war groß.

„Den Besucherrekord haben wir auf jeden Fall schon einmal gebrochen“, freute sich Rainer Nienhaus, 1. Vorsitzender des G.Z.V. Eintracht Herbern. Bereits am Freitag, noch vor der offiziellen Eröffnung, waren rund 100 Kinder aus den drei Herberner Kindertagesstätten zu Gast. Bei einer Sonderführung konnten sie die Tiere aus nächster Nähe erleben und mehr über die Rassegeflügelzucht erfahren.

Am Samstagvormittag begrüßte Nienhaus zahlreiche Gäste, Aussteller und Preisrichter. Ungewöhnlich war in diesem Jahr vor allem der frühe Termin. „In all den Jahrzehnten, in denen ich nun schon dabei bin, ist dies die erste Ausstellung, die bei Temperaturen über 20 Grad stattfindet“, sagte der Vorsitzende. Nach der Absage im vergangenen Jahr wegen der Geflügelpest hatte sich der Verein bewusst für einen Termin Anfang Oktober entschieden.

Für die Mitglieder bedeutete die Schau viel Vorbereitung: Tiere mussten auf die Ausstellung vorbereitet, Käfige aufgebaut und die Räume hergerichtet werden. Gleichzeitig bot das Wochenende Gelegenheit, die Vielfalt der Geflügelzucht einem breiten Publikum zu präsentieren.

Zu den Besonderheiten gehörten erstmals Fränkische Landgänse und eine Euganeische Pute. Letztere überzeugte auch die Preisrichter und erhielt mit 97 Punkten die Bewertung „vorzüglich“. Besitzer Johannes Gräwe züchtet auf seinem Hof Puten, Gänse, Enten und Hühner.

Aufmerksamkeit zogen auch die Ko Shamo auf sich. Die japanische Kampfhuhnrasse zeichnet sich durch ihre fast aufrechte Haltung und den kräftigen Körperbau aus, der durch die knappe Befiederung besonders gut zu erkennen ist.

Neben den Tieren kam auch das Vereinsleben nicht zu kurz. Bei Kaffee und Kuchen, Würstchen und Kaltgetränken nutzten viele Besucher die Gelegenheit zum Austausch. Als Dankeschön erhielten die Damen des Caterings genähte Taschen mit Hühnermotiven, die Henny Stentrup angefertigt hatte.

Auch züchterisch konnte der G.Z.V. Eintracht Herbern zahlreiche Erfolge verbuchen. Ralf Nienhaus wurde Vereinsmeister vor Nils Lüring und Stephan Krampe. Vereinsmeisterin der Wachtel-Sonderschau wurde Lena Zimmermann. Der Ulrich-Nienhaus-Gedächtnispreis ging ebenfalls an Ralf Nienhaus.

Bei der Jugend wurden die Geschwister Clemens und Frederike Krampe Vereinsmeister, gefolgt von Lena Zimmermann und Luka Gausepohl. Den Werner-Nienhaus-Gedächtnispreis erhielt Michel Horstrup.

Auf Kreisebene ging der Kreispokal für Vereine an die Eintracht aus Herbern. Ralf Nienhaus wurde Kreismeister bei den Hühnern, Thomas Hohelöchter bei den Tauben. Die Kammermedaille erhielt Nils Lüring, der Friedhelm-Meusel-Gedächtnispreis ging an Jürgen Fritz. Mit Landesverbandsehrenpreisen wurden Johannes Gräwe, Josef Kalb, Nils Lüring und Alexandra Streyl ausgezeichnet. Kreisverbandsehrenpreise erhielten Frank Thjäner und die ZG Hols.

So verband die Schau an zwei Tagen das, was den Verein ausmacht: züchterischer Erfolg, Nachwuchsarbeit und ein lebendiges Vereinsleben.

Erfolgreiche Züchterinnen und Züchter des G.Z.V. Eintracht Herbern bei der Kreis- und Kreisjugendschau (hinten, von links): Stephan Krampe, Rainer Nienhaus, Ralf Nienhaus, Nils Lüring und Lena Zimmermann; (vorne, von links): Frieda Horstrup, Clemens Krampe, Luka Gausepohl und Frederike Krampe.

© Eintracht Herbern